Archiv für April 2007

Wir nennen es Taschengeld.

29. April, 2007

Dieser ganze Adical-Streit wird doch eigentlich von den Leuten geführt, die nach Johnnys Ansicht (siehe hier) sowieso „Heavy User“ und somit von der Kampagne nicht wirklich betroffen sind. Denn die Personen, die sich darüber aufregen sind doch Blogger – sie verbringen also eine Menge Zeit im Internet und haben, gehen wir mal davon aus, wenigstens oberflächlich Ahnung von dem Ganzen. Deswegen benutzen sie wohl fast alle Adblocker und sehen die nervigen Banner erst gar nicht – oder abonnieren die Feeds in denen es wohl keine Werbung gibt und nicht geben soll.
Die Diskussion ist natürlich trotzdem nötig.
Für mich stand es nie zur Debatte in Verbindung mit Kosten oder Einnahmen zu bloggen. Nun könnte man natürlich sagen: Wer will denn auch bei dir werben…

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Übersetzungen…

29. April, 2007

hervorgekramt vom 7.12.:

Gestern legte ich mir die just erschienene, deutsche Übersetzung (Ursula Gräfe) von Ryu Murakamis (nicht der Bruder!) „in the miso-soup“ zu und las es noch gestern Nacht aus. Mensch. Da wird einem zwischendurch doch schlecht. Vor allem, wenn man es um halb drei Nachts mit Bohren & der Club of Gore im Hintergrund liest.
Ich kenne bis jetzt von der japanischen und englischen Version nur die ersten Sätze. Die sind im Deutschen völlig anders übersetzt…

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japanische Bücher

29. April, 2007

Werbung, aber natürlich unbezahlte:
YesAsia.com bietet für asiatische Produkte „free international shipping“. Das ist eine tolle Sache. Dank Mitbestellung darf ich nun nämlich „Amebic“ und „Autofiction“ von Kanehara Hitomi mein Eigen nennen.

Bis jetzt las ich von ihr das von Sabine Mangold ins Deutsche übersetzte „hebi ni piasu“. Auf Deutsch mit dem unsäglichen Titel „Tokyo Love“. Da war ich sehr hin und hergerissen. Mal sehen, wie sich das auf Japanisch so liest – und mal sehen was ich überhaupt verstehe.

Mehr doof

29. April, 2007

Don Alphonso veröffentlichte just ein internes Papier der Studi/SchuelerVZ-Macher. Neben Rechtschreibfehlern finden sich dort zukünftig geplante Anschläge auf deutsche Schulen. Seit diese Herren dort die Worte Guerilla- und virales Marketing aufgeschnappt haben, ist ihre Ideenflut kaum zu stoppen. Das Motto dabei ist „mehr“. Das ist vielleicht nicht neu, denn mehr will seit jeher jeder Werber – ob nun mehr billig, mehr geizig oder mehr Kühe. Die kreativen Köpfe wollen hier also mehr Action, mehr Fun, mehr Power. Dass diese Menschen Begriffe wie Location und Branding fest in ihrem Vokabuluar verankert haben ist nicht verwunderlich. Ausschnitt:

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Investigativ

28. April, 2007

Vermutung:

Journalisten fragen die Befragten nur nach ihrem Gehalt, weil sie sowieo wissen, dass diese keine Summe nennen. Dann können die Journalisten ein wenig beleidigt sein und der Befragte wird sofort unsympathischer gegenüber dem investigativen Interviewer. Wenn der Interviewte entgegen jeder Erwartung plötzlich doch eine Summe nennt, ist der Journalist völlig aus dem Konzept und muss sich erst einmal wieder sammeln.

Vorhin im Mauerpark:

28. April, 2007

- „Hey, können wir unsere Kohle vielleicht in deinen Grill schütten? Die ist noch gut.“
- „Habt ihr damit Tofu gegrillt?“
- „Nein, nur Fleisch!“
- „Na dann ist okay.“

Innenansichten

28. April, 2007

geschrieben am 10. April:

es gibt da so eine frischkäse-werbung. zwei engel sitzen auf einer wolke und wollen natürlich diesen frischkäse und da fällt der (es sind natürlich zwei frauen) einen das messer so durch die wolken hinunter. und sie so: „hups. hihi“ (oder so ähnlich) und die andere: „was machen wir denn jeeeetzt?“ ich bekomme immer nicht mit wie der werbespot weitergeht, ich glaube die pointe ist, dass es irgendwelche frischkäsescheiben gibt, die man nicht erst schmieren muss und so die beiden engel doch noch ihren gar himmlischen streichkäse genießen können. ich habe zu diesem zeitpunkt leider schon völlig abgeschaltet, denn ich muss mir jedes mal vorstellen, wie das messer so aus dem himmel herab und einem bürger, der gerade in eben jenen blauen schaute, ins auge fällt und dort mit so mit einem zirrrrrrrr-geräusch zitternd stecken bleibt. der mensch rennt dann panisch mit dem messer im auge herum und schreit wie am spieß. doch genug der blutigen vorstellungswelt. allzu grausames geht ja sonst nicht in meinem kopf vor.

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Japan für Arme und Beine

28. April, 2007

christopher erklärt ein japanisches phänomen – heute karôshi – Tod durch überarbeitung

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Noah in Japan?

28. April, 2007

Ausschnitt, klassisches Japanisch aus dem Konjaku Monogatari:
(asiatische Schriftarten müssen installiert werden – siehe about)

頭ヲ持上、「何ゾ」ト見レバ、枕上ニ三尺許ノ龜有リ。驚テ,「此ハ何ゾノ龜ゾ」ト問ヘバ、龜ノ云ク、「我レハ、先年ニ買取テ放チ給シ龜也。鈎レテ、既ニ殺ニ行シヲ、買取テ放チ給ヒシウレシサヲ何デカ報ジ奉ラムト思ハレツルヲ、其ノ事ト无クテナム年来罷リ過ツルヲ、此ノ邊ニイミジキ大事可出耒キヲ告ゲ申サムガ為ニ参ツル也。其ノ大事ト云フハ、此ノ前ノ河、量リ无ク水増リテ、人・馬・牛、有ル限リ皆流レテ、死ナムトス。然レバ此ノ御家モ底ニ可成シ。速ニ船ヲ儲テ、河上ヨリ水出デヽ下ラバ、親カラム人々ト共ニ乗居テ命ヲ可生給キ也」ト云テ去ヌ。

Der Mann hob den Kopf und fragte: „Was ist denn?“, als er sah, dass etwa drei Fuß neben dem Kopfkissen eine Schildkröte saß.
Und als er sich noch verwundert fragte: „Was ist das?“, sagte sie:
„Ich bin die, die du vor einiger Zeit freizukaufen geruhtest. Ich wurde gefangen und war dem Tode nahe. Da du mich rettetest, möchte ich dir dieses nun zum Dank vergelten. Denn schon zu lange hegte ich dies, doch gab es dazu keinen Anlass. Ich komme, um dir zu verkünden, dass du diese Gegend verlassen musst. Es steht etwas Furchtbares bevor. Der Fluss vor diesem Ort wird ohne Maß anschwellen, die Menschen, die Pferde, die Rinder, sie alle werden von ihm weggespült werden und so den Tod finden. Dieses Haus und dieser Boden werden vergehen.
Erwirb schnell ein Boot, denn von dem Moment an, in dem das Wasser kommt, musst du, bis es wieder sinkt, mit deinen Nächsten dieses Boot besteigen und auf ihm leben.“
So sagte die Schildkröte und verschwand.

Gegenseitiges liebhaben

27. April, 2007